JugendMachtMusikTheater


13./15./17. November 2013
Werkstattbühne Oper Bonn
Wagners Hirn - Ein Tetralogie an einem Abend
Musiktheaterstück von Solveig Palm
in Kooperation mit der Oper Bonn
Wagner geistert durch seine eigene Rezeptionsgeschichte.
Musik: Alexander Maria Wagner
Regie, Bühne: Nikolaus Büchel
Wagner besucht Schumann in Endenich (Foto: Lilian Szokody)
Alexander Maria Wagner als brillanter Interpret, den Namensvetter und sein großes Vorbild immer fest im Blick 

Darsteller: Christine Bähr, Wolfgang Dittrich, Eva Girzalsky, Andrea Graff, Guido Grollmann, Norbert Hartmann, Daniel Helmig, Edith Hoffmann, Hannah Kirrinnis, Theresa Klose, Teresa Mertz Echauri, Alois Schäfer, Frederik Schauhoff, Jörg Schulze u.a.
Eintritt: 14,90 /8,- Euro
Tickets an allen Vorverkaufsstellen und über Reservierung über Bonn-Ticket

Anruf im Himmel: Christine Bähr als Leni Riefenstahl (Foto: Horst Gundelach)


Wagner im Griff der Riefenstahl: lässt er sich gewinnen?

Andrea Graff als priesterliche Cosima

Wotan-Wagner (Guido Grollmann) vor der "Götterdämmerung"

Alice Schwarzer (Edith Hoffmann) begrüßt Kundry, Brünnhilde und Isolde (Teresa Mertz Echauri, Andrea Graff, Theresa Klose)  zur Talkrunde

unsichtbarer Pianist im Fokus

Wagner (Jörg Schulze) hält seine Beethovenansprache in Bonn
Was wollen die Bonner mit diesem Beethoven anfangen?
"Jeder hat seinen Drachen zu bekämpfen": Siegfried beim Angriff
Brünnhilde, Kundry, Isolde 

Fotos: Lilian Szokody


Erstmalig wird auch die Musik zum Stück neu gedacht: der erst 18jährige Komponist Alexander Maria Wagner begleitet den Gang seines großen Namensvetters durch die Musikgeschichte auf seine Weise - respektvoll, musikhistorisch erstaunlich bewandert und zugleich mit dem unverblümten Blick der unbelasteten Jugend.

Richard Wagners Matrix des „Gesamtkunstwerks“ erstreckt sich nicht nur auf die Einbeziehung aller Kunstgattungen, sondern auf das Primat der Kultivierung von Mensch und Gesellschaft schlechthin. Geschichte, Mythos und Religion, Politik, Revolution, Geist und Wissenschaft, Persönlichkeit und Moral – alles betrachtete Wagner aus der Perspektive der Formung durch Kultur. Er mischte sich ein, bezog Stellung, war unbequem und radikal. Kurz: er machte sich nicht nur Freunde, sondern polarisierte und spaltet bis heute die Geschmäcker/Kulturszene und Publikum. Nicht nur seine Werke begeistern und erregen seit nahezu 200 Jahren ein weltweites Publikum, auch Wagners Kunsttheorien, sein politisches, gesellschaftliches und religöses Denken hat riesengroße Spuren hinterlassen und seine Familie spielt noch immer eine maßgebliche Rolle in der heutigen Wagner-Rezeption.



Gefördert durch die Stadt Bonn, die Sparkasse KölnBonn und den Richard-Wagner-Verband Bonn/Siegburg. Weitere Aufführungstermine: 21./22./23. November 2013 in der Werkstattbühne